Island – Tipps für deine Reisevorbereitung
Zuletzt geprüft: 2 Tagen ago
Island – die Insel aus Feuer und Eis. Schwarze Sandstrände, aktive Vulkane, mächtige Wasserfälle und Gletscher, die bis an die Küste reichen. Kaum ein Land vereint so viele Naturwunder auf so engem Raum. Für Roadtrip-Fans ist Island ein echtes Paradies: Die Straßen führen mitten durch Lavafelder, vorbei an dampfenden Thermalquellen und bis zu einsamen Fjorden.
Damit du das Beste aus deiner Reise herausholst, findest du hier meine wichtigsten Tipps zur Vorbereitung: von der besten Reisezeit über Mietwagen bis zu Kosten und Routenempfehlungen.
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Beste Reisezeit & Reisedauer für Island: Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Island ist ein Ganzjahresziel und doch verändert sich das Land so dramatisch mit den Monaten, dass jede Reise eine komplett andere Erfahrung ist. Die Wahl der Reisezeit hängt stark davon ab, ob du die Mitternachtssonne erleben oder nach tanzenden Polarlichtern jagen möchtest.
Der isländische Sommer (Juni bis August):
Dies ist die Hauptsaison und die Zeit der unendlichen Tage. Die Mitternachtssonne taucht die Landschaft in ein fast unwirkliches, goldenes Licht, das besonders für Fotografen ein Traum ist. Alle Straßen, auch die abenteuerlichen F-Roads ins Hochland, sind geöffnet. Wasserfälle rauschen mit voller Kraft, und das satte Grün der moosbedeckten Lavafelder bildet einen spektakulären Kontrast zum schwarzen Vulkangestein. Perfekt für: Roadtrips entlang der Ringstraße, Wanderungen im Hochland und Camping-Abenteuer.
Der Winter-Zauber (Oktober bis März):
Wenn du Island von seiner stillen, mystischen Seite erleben willst, ist der Winter dein Ziel. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und damit steigen die Chancen auf das absolute Highlight: Polarlichter! Die über gefrorenen Wasserfällen und schneebedeckten Lavafeldern tanzen. Die Landschaft wirkt reduziert, klar und unglaublich friedlich. Perfekt für: Nordlicht-Jäger, Fans von Gletscher-Eishöhlen und Reisende, die die absolute Ruhe suchen.
Mein persönlicher Tipp: Der goldene Oktober
Wir selbst waren im Oktober unterwegs, für mich persönlich die „Perfect Match“-Zeit. Die Natur leuchtet in tiefen Herbstfarben, die Touristenströme nehmen deutlich ab und die Chancen auf Polarlichter sind bereits exzellent. Zudem sind die Straßen meist noch gut befahrbar, auch wenn man immer mit dem typisch isländischen Wetterwechsel rechnen muss.
Wie viel Zeit solltest du einplanen?
Island ist kein Ziel für Eile. Wer nur 3–4 Tage bleibt, sieht oft nur den Golden Circle und Reykjavík. Wenn du individuell unterwegs bist, plane mindestens 7 Tage ein – noch besser sind 10 bis 14 Tage. Diese Zeit brauchst du, um nicht nur die Highlights abzuhaken, sondern auch die kleinen, spontanen Stopps an der Ringstraße in Ruhe genießen zu können, ohne dich gehetzt zu fühlen.
Island im Oktober erleben
Neugierig, wie diese Tipps in der Praxis aussehen? Einen echten Vorgeschmack darauf, wie Island im Oktober wirkt und welche Spots wir in dieser Zeit besucht haben, siehst du in unserem Reisebericht:
Einreise & Flug: Dein Weg nach Island
Die Anreise nach Island ist dank der EU-Zugehörigkeit zum Schengenraum erfreulich unkompliziert. Dennoch gibt es ein paar Details, die deine Planung entspannter machen:
Einreisebestimmungen:
Für die Einreise nach Island benötigst du kein Visum. Als EU-Bürger reicht ein gültiger Personalausweis oder Reisepass völlig aus. Du kannst dich bis zu 90 Tage visumfrei auf der Insel aufhalten – ein Zeitrahmen, der nicht nur für den klassischen Roadtrip, sondern auch perfekt für eine längere Auszeit in der rauen Natur ausreicht.
Fluganreise & Airlines:
Die meisten Flüge aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz landen am internationalen Flughafen Keflavík (KEF). Die Flugzeit beträgt etwa drei bis fünf Stunden, je nach Abflughafen. Zu den Hauptanbietern zählen Icelandair (mit einem sehr guten Netz) und Lufthansa sowie Eurowings oder PLAY für preisbewusste Reisende. Tipp: Preise vergleichen lohnt sich hier besonders! Ich nutze für die Suche meist Trip.com, da man dort Flüge und verschiedene Airlines oft sehr übersichtlich kombinieren kann und häufig gute Angebote für die Strecke findet.
Vom Flughafen in die Stadt:
Keflavík liegt etwa 50 km von Reykjavík entfernt. Du hast drei gute Möglichkeiten, um in die Hauptstadt oder direkt zu deiner ersten Station zu kommen:
- Airport-Shuttle: Die bequemste Wahl (z.B. Flybus), der direkt vor dem Terminal wartet und dich in die Stadt bringt.
- Linienbus: Günstiger, erfordert aber etwas mehr Planung bei den Abfahrtszeiten.
- Mietwagen: Wenn du maximale Freiheit willst, übernimmst du deinen Wagen direkt am Flughafen – so kannst du sofort losfahren, sobald du gelandet bist.
Sitzplatz-Pro-Tipp:
Buche beim Hinflug einen Fensterplatz auf der rechten Seite. Bei klarem Wetter hast du bei der Landung einen atemberaubenden Blick über die isländische Küste und die Vulkane – ein erster „Wow-Moment“, noch bevor du die Füße auf isländischen Boden gesetzt hast!
Vom Flughafen in die Stadt und ein kleiner Fehler, den wir gemacht haben:
Keflavík liegt etwa 50 km von Reykjavík entfernt. Du kannst die Strecke per Flybus, Linienbus oder Mietwagen zurücklegen. Ein Tipp von uns: Viele Reisende machen direkt nach der Landung einen Zwischenstopp in der Blauen Lagune. Wir haben diesen Stopp damals leider ausgelassen, weil wir dachten, es sei „zu touristisch“. Wenn wir heute darauf zurückblicken, hätten wir es wahrscheinlich doch gemacht, um nach dem Flug direkt in das warme Wasser einzutauchen und den Jetlag abzuschütteln.
Wenn du es besser machen willst als wir und diesen „Wow-Effekt“ direkt zu Beginn deiner Reise haben möchtest, solltest du das Ticket unbedingt vorab buchen, da die Lagune oft tagelang ausgebucht ist. Über GetYourGuide kannst du dir deinen Timeslot sichern, damit du bei der Landung nicht vor verschlossenen Türen stehst.

Mietwagen in Island: Erfahrungen & Spartipps
Island lässt sich am besten mit dem Mietwagen oder Camper erkunden. Nur so bist du wirklich unabhängig, kannst jederzeit an den schönsten Fotospots anhalten und Orte entdecken, die bei großen Bustouren komplett ignoriert werden.
Welches Fahrzeug ist das richtige?
- Standard-Pkw: Für die Ringstraße und die gut ausgebauten Nebenstraßen reicht ein normaler Pkw völlig aus.
- 4×4 Allradfahrzeug: Wenn du sogenannte F-Roads befahren möchtest (die dich tiefer ins Hochland führen), ist ein Allradfahrzeug gesetzlich Pflicht. Diese Strecken können steil, schottrig und manchmal sogar durch kleine Flussdurchquerungen geprägt sein.
- Sicherheit geht vor: Achte bei der Buchung unbedingt darauf, dass Winterreifen inklusive sind (gesetzliche Pflicht von November bis April). In Island schlägt das Wetter extrem schnell um – auch im Mai oder September kann es plötzlich schneien.
Meine Empfehlung für die Buchung:
Ich buche meine Mietwagen fast immer über Sunny Cars. Warum? Weil dort bei der Buchung bereits alle wichtigen Versicherungen (Vollkasko, Glas- und Reifenschutz, Diebstahlschutz) ohne versteckte Zusatzkosten enthalten sind. Das gibt dir gerade bei den oft rauen isländischen Bedingungen ein sicheres Gefühl.
Praktische Tipps für unterwegs:
- Tanken: Die Tankstellen auf Island sind meist unbemannt. Du bezahlst direkt an der Zapfsäule mit Kreditkarte (mit PIN!). Pro-Tipp: Habe immer zwei verschiedene Kreditkarten dabei, falls eine am Automaten nicht akzeptiert wird.
- Versicherung & Sandsturm: Viele Vermieter bieten vor Ort teure Zusatzversicherungen an, wie den Schutz gegen Asche und Steinschlag. Prüfe am besten schon bei der Online-Buchung, was in deinem Paket abgedeckt ist. Das ist meist deutlich günstiger als der Abschluss am Schalter.
- Der Übergabe-Check: Das ist das Wichtigste überhaupt: Gehe bei der Abholung (und Rückgabe!) einmal komplett um das Auto herum und mache ein Video oder Fotos von jedem Kratzer, egal wie klein er ist. In Island ist das Standard – lass dir alle Mängel vor Fahrtantritt im Protokoll bestätigen.
Alternative: Island mit dem Camper erkunden
Wer maximale Freiheit sucht und die Natur hautnah spüren möchte, für den kann auch ein Camper die richtige Wahl sein. Besonders im Sommer, wenn die Sonne kaum untergeht, ermöglicht dir ein Camper, flexibel an den schönsten Orten zu übernachten und deine Route spontan anzupassen. Bedenke hierbei jedoch, dass du in Island gesetzlich verpflichtet bist, auf offiziellen Campingplätzen zu übernachten. Wildcampen ist streng verboten und wird empfindlich bestraft. Wenn du diese Option in Betracht ziehst, empfiehlt es sich, frühzeitig zu vergleichen, da die Verfügbarkeiten in der Hauptsaison schnell begrenzt sind.
Vor Ort: Preise, Essen & Unterkünfte
Island hat den Ruf, eines der teuersten Reiseländer der Welt zu sein. Das stimmt zwar, aber mit der richtigen Strategie ist es absolut machbar, ohne das Urlaubsbudget zu sprengen.
Essen & Trinken: Clevere Selbstversorgung
Die größte Kostenfalle ist das tägliche Essen gehen. Während ein einfaches Abendessen im Restaurant (Burger/Pizza) schnell bei 20–30 € pro Person liegt und Hauptgerichte in Mittelklasse-Lokalen oft erst bei 35–50 € beginnen, kannst du durch Selbstversorgung massiv sparen.
Pro-Tipp: Kaufe deine Vorräte bei günstigen Supermärkten wie Bónus oder Krónan ein. Ein Wocheneinkauf für eine Person kostet hier etwa 70–90 €. Damit kommst du, wenn du Frühstück und kleine Mahlzeiten selbst zubereitest, deutlich besser weg.
Und keine Sorge: Wenn du doch mal auswärts essen willst, sind Tagessuppen oft eine leckere, günstige und typisch isländische Alternative zum teuren Menü.
Ein paar hilfreiche Preis-Orientierungen (Stand 2026):
- Kleiner Snack für unterwegs (Hotdog/Sandwich): ca. 6–8 €
- Pizza oder Burger im Restaurant: ca. 20–25 €
- Hauptgericht im Restaurant: ab ca. 35 € (nach oben offen)
- Einheimisches Bier (0,5l): ca. 10 €
Unterkünfte:
Die Unterkunft ist neben dem Mietwagen der größte Kostenblock. Während Hotels in der Hochsaison sehr preisintensiv sein können, bieten Gästehäuser mit Gemeinschaftsküche die beste Möglichkeit, Geld zu sparen. So kannst du abends selbst kochen und kommst zudem oft mit anderen Reisenden in Kontakt. Wenn du im Sommer unterwegs bist, ist das Zelten auf den offiziellen Campingplätzen die mit Abstand günstigste und flexibelste Option – achte nur darauf, dass du feste Plätze nutzt, da Wildcampen verboten ist.
Mein persönlicher Spartipp:
Trink das Leitungswasser! Es ist eines der saubersten und besten der Welt. Egal wo du bist, du kannst deine Flasche überall mit dem Wasser aus dem Hahn auffüllen. Spare dir das Geld für gekauftes Wasser und investiere es lieber in eine gute lokale Spezialität wie Skyr oder ein isländisches Lammgericht.
📌 Island-Planungs-Tipps auf einen Blick
⛽ Tanken: Fast nur unbemannte Stationen. Wichtig: Du benötigst zwingend eine Kreditkarte mit 4-stelliger PIN.
🏡 Unterkünfte: Da viele Unterkünfte klein und familiengeführt sind, solltest du in der Hochsaison 3–4 Monate im Voraus buchen (z.B. hier bei Expedia).
🧊 Touren: Highlights wie Whale Watching oder Eishöhlen sind schnell ausgebucht. Buche deine Plätze am besten online bei GetYourGuide – so bist du flexibel und sicherst dir den besten Preis.
Dein eigenes Island-Abenteuer beginnt hier
Island ist ein Land, das dich nie wieder loslässt. Egal, ob du zum ersten Mal kommst oder längst vom „Island-Virus“ gepackt wurdest. Mit der richtigen Vorbereitung, einem passenden Mietwagen und einem offenen Blick für die Natur erlebst du hier eine der vielleicht intensivsten Reisen Europas.
Island ist kein Ziel für Eile, es ist ein Ort für Entdecker. Nimm dir die Zeit, atme die kristallklare Luft, halte an jedem Wasserfall an, der dich fasziniert, und lass dich voll und ganz auf die rohe Magie dieser Insel ein. Ich verspreche dir: Das erste Mal auf dieser Insel ist selten das letzte Mal.
Ready for take-off? Deine Checkliste:
✈️ Flüge finden: Vergleiche die besten Verbindungen bei Trip.com.
🚗 Mietwagen sicher buchen: Alle Versicherungen inklusive bei Sunny Cars.
🏡 Unterkünfte sichern: Frühzeitig vergleichen und buchen über Expedia.
🗺️ Touren planen: Inspiration & Tickets gibt es bei GetYourGuide.
Sjáumst!
Susann
FAQ – Häufige Fragen zur Reise nach Island
Wann ist die beste Reisezeit für Island?
Island ist ein Ganzjahresziel. Die Sommermonate (Juni bis August) eignen sich perfekt für Roadtrips und lange Tage mit Mitternachtssonne. Im Winter (Oktober bis März) locken Nordlichter, verschneite Landschaften und ruhigere Sehenswürdigkeiten. Wenn du beides erleben willst, ist der Oktober ein idealer Kompromiss.
Brauche ich ein Visum für Island?
Nein. Als EU-Bürger:in kannst du mit deinem Personalausweis oder Reisepass einreisen und bis zu 90 Tage bleiben. Island gehört zum Schengenraum, also entfällt jede Visumspflicht.
Wie komme ich am besten nach Island?
Direktflüge nach Keflavík gibt es ab vielen deutschen Flughäfen, z. B. mit Eurowings, Lufthansa oder Icelandair. Die Flugzeit beträgt etwa fünf bis sechs Stunden. Wer sparen möchte, sollte flexible Daten prüfen.
Wie teuer ist ein Urlaub auf Island?
Island gilt als hochpreisig, aber mit etwas Planung ist es gut machbar. Unterkünfte und Mietwagen sind teurer als in Südeuropa, Lebensmittel und Tanken liegen ähnlich wie in Deutschland. Wenn du dich selbst versorgst und früh buchst, kannst du viel sparen.
Welche Mietwagen-Versicherung brauche ich in Island?
Wichtig ist eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und – besonders im Sommer – eine Zusatzversicherung für Wind- und Steinschlag. Eine teure „Vulkanasche-Versicherung“ ist meist unnötig. Ich buche meine Autos über billiger-mietwagen.de oder SunnyCars – dort sind alle wichtigen Optionen schon enthalten.
Kann ich Island im Winter bereisen?
Ja! Die Straßen im Südwesten sind gut befahrbar, und Polarlichter machen den Winter besonders magisch. Nur das Hochland ist gesperrt. Plane genügend Zeit ein und buche einen Wagen mit Winterreifen oder Allradantrieb.
Wie kann ich Nordlichter auf Island sehen?
Die beste Zeit ist von Oktober bis März. Am besten fährst du raus aus der Stadt, z. B. an den Þingvellir-Nationalpark oder zum Kleifarvatn-See. Für maximale Chancen empfehle ich eine geführte Tour mit erfahrenen Guides.
Wie lange sollte man für Island einplanen?
Für den Südwesten reichen 7–10 Tage. Wer die ganze Insel umrunden will, sollte 14 Tage oder mehr einplanen. Unsere 10-Tage-Route findest du hier:
👉 10 Tage Island-Rundreise – Highlights im Südwesten
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