Snæfellsnes Island: Die schönste Halbinsel für deinen Island Roadtrip
Zuletzt geprüft: 3 Tagen ago
Island begeistert Reisende seit Jahren mit spektakulären Naturschauspielen und einer Wildnis, die ihresgleichen sucht. Viele Besucher versuchen, auf ihrer Reise möglichst jeden Hotspot der Ringstraße in wenigen Tagen abzuhaken. Dabei gibt es eine Region, die als „Island im Miniaturformat“ gilt: die Snæfellsnes-Halbinsel.
Auf dieser Halbinsel erlebst du die gesamte Vielfalt der Insel – von Gletschern über bizarre Lavafelder bis hin zu dramatischen Steilküsten – auf einer kompakten Strecke. Das Beste daran: Hier triffst du deutlich seltener auf die großen Touristenströme. Wer das authentische Island abseits von Parkplatz-Stress und überfüllten Aussichtspunkten sucht, ist hier genau richtig.
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Snæfellsnes auf einen Blick
🗓️ Beste Reisezeit: Mai bis Oktober (lange Tage im Sommer, magisches Licht im Herbst).
🚗 Mietwagen: Ein Allrad (4×4) ist sehr empfehlenswert für maximale Flexibilität.
📍 Top-Highlights: Kirkjufell, Berserkjahraun, Arnarstapi & die Búðakirkja.
📷 Fototipp: Nutze die „Golden Hour“ am Morgen oder Abend für die dramatischsten Aufnahmen.
Inhaltsverzeichnis
- Unser Snæfellsnes-Roadtrip
- Interaktive Karte unseres Snæfellsnes-Roadtrips
- Sehenswürdigkeiten im Osten von Snæfellsnes
- Snæfellsnes Norden: Skarðsvík-Strand & die Leuchttürme Svörtuloft
- Snæfellsnes Mitte: Kirkjufell & dramatische Küsten erleben
- Der Süden von Snæfellsnes: Schwarze Strände & einsame Küstenpfade
- Búðakirkja: Die berühmte schwarze Kirche auf Snæfellsnes
- Snæfellsnes für Fortgeschrittene: Was wir beim nächsten Island-Trip planen
- FAQ – Häufige Fragen zur Halbinsel Snæfellsnes
Unser Snæfellsnes-Roadtrip
Wir haben unseren Island-Roadtrip bewusst in zwei Abschnitte geteilt, um die Insel ohne Hektik aufzusaugen, drei dieser Nächte haben wir uns für die Snæfellsnes-Halbinsel genommen. Schon der Weg dorthin fühlte sich an wie das Eintauchen in eine andere Welt: Wir fuhren vorbei an kargen, moosbewachsenen Lavafeldern und glitzernden Wasserflächen, während das Wetter minütlich zwischen strahlender Sonne und dramatischen Schneeschauern wechselte. Genau dieser unendliche Himmel und die rohe Natur sind es, die Island für mich so besonders machen.
Um diese Freiheit auch bei schwierigen Bedingungen uneingeschränkt genießen zu können, ist das Fahrzeug entscheidend. Wir haben unseren Mietwagen vorab über SunnyCars gebucht. Die Entscheidung für einen zuverlässigen Allrad war goldwert: Egal ob peitschender Sturm, heftiger Regen oder überraschende Schneefälle. Der Wagen brachte uns sicher über jede Schotterpiste und jeden Asphaltabschnitt, sodass wir uns voll auf die Aussicht statt auf die Straße konzentrieren konnten.
Unsere Unterkunft lag idyllisch in der Nähe von Kolbeinsstadhir, perfekt, um die Halbinsel in alle Richtungen zu erkunden. Morgens glitzerte das Eis auf den Feldern, mittags tanzten Sonnenstrahlen über die Fjorde, und abends verschwand alles in milchigem Nebel. Kaum ein Tag glich dem anderen. Island liebt es, sich immer wieder neu zu zeigen.
Je nach Fahrzeugtyp kannst du zwischen verschiedenen Routen wählen: Mit einer normalen Limousine bleibst du besser auf asphaltierten Straßen, während du mit einem Allrad auch abseits der Hauptwege unterwegs bist. Die sogenannten F-Roads sind ausschließlich für Allradfahrzeuge zugelassen und führen oft durch unberührte Landschaften, die sich anfühlen, als wärst du allein auf der Welt.
Interaktive Karte unseres Snæfellsnes-Roadtrips
Damit du deine eigene Entdeckungstour noch besser planen kannst, habe ich alle unsere Stopps auf der Halbinsel in einer übersichtlichen Karte für dich zusammengefasst, von den spektakulärsten Wasserfällen bis hin zu den versteckten, einsamen Stränden, an denen wir die meiste Zeit verbracht haben.
Lass dich inspirieren, such dir deine Lieblingsspots heraus und entdecke Snæfellsnes ganz in deinem eigenen Tempo!
- Türkisfarbene Pins markieren die schönsten Sehenswürdigkeiten abseits der typischen Touristenpfade.
→ Zum Artikel: „Abseits der Pfade in Island – Entdecke die Leuchttürme & Küsten von Snæfellsnes“ - Dunkelblaue Pins zeigen dir die wichtigsten Highlights und Sehenswürdigkeiten auf der Halbinsel Snæfellsnes – von Kirkjufell bis Arnarstapi.
→ Hier geht’s zum Artikel: „Snæfellsnes Island – Die schönste Halbinsel für deinen Island Roadtrip“ - Pinkfarbene Pins zeigen dir meine liebsten Orte im Süden von Island → Hier geht’s zum Artikel: „Island Roadtrip – Highlights im Südwesten„
- Goldgelbe Pins zeigen dir im Artikel „Reykjavík im Winter – Architektur, Atmosphäre & echte Islandmomente“ die Highlights von Reykjavik
Sehenswürdigkeiten im Osten von Snæfellsnes
Die Landschaft der Halbinsel wird maßgeblich von drei großen Vulkansystemen geprägt: Snæfellsjökull, Lýsuskarð und Ljósufjöll. Besonders der Osten zeigt dir, wie wild und archaisch Island sein kann: Bizarre Lavaformationen wechseln sich mit tiefgrünem, moosbedecktem Felsgestein ab. Wenn dann noch das wechselhafte nordische Licht über diese Szenerie zieht, wird jeder kurze Stopp am Straßenrand zu einem echten Erlebnis.
Ein absolutes Highlight, das du nicht verpassen solltest, ist Gerðuberg. Die imposante Felswand besteht aus perfekt geformten Basaltsäulen, die bis zu 14 Meter in die Höhe ragen. Diese geologische Besonderheit entstand, als Lava bei ihrem Kontakt mit dem Meerwasser extrem langsam abkühlte. Ein Anblick, der fast an den berühmten Giant’s Causeway in Nordirland erinnert. Das Beste: Gerðuberg ist bequem über eine Schotterpiste zu erreichen und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden.
Nicht weit von Gerðuberg entfernt erstreckt sich das Lavafeld Berserkjahraun. Die Kraterlandschaft ist hier von dichten, jahrhundertealten Moosteppichen überzogen, die wie ein weicher grüner Mantel über dem Gestein liegen. Wenn das nordische Licht und die Wolkenschatten über das Tal wandern, scheint das Moos in fast surrealen Grüntönen zu glühen – ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.
Halte unbedingt die Augen offen nach den verborgenen Seen in der Gegend. Besonders der Selvallavatn ist ein absoluter Geheimtipp. Direkt dort findest du auch den versteckten „Sheep’s Waterfall“, der fernab der Touristenpfade plätschert. Es sind genau diese stillen Ecken, die den besonderen Reiz der Halbinsel ausmachen.
Snæfellsnes Norden: Skarðsvík-Strand & die Leuchttürme Svörtuloft
Nur wenige Kilometer westlich von Djúpalónssandur triffst du auf den fast surreal wirkenden Skarðsvík-Strand – eine echte Besonderheit, denn er zählt zu den wenigen hellen Sandstränden Islands. Eingebettet zwischen massiven, schwarzen Lavafelsen leuchtet der goldgelbe Sand so intensiv, dass der Anblick bei jedem Lichtwechsel aufs Neue fasziniert.
Das Beste an diesem Ort: Trotz seiner Schönheit verirren sich nur wenige Besucher hierher. Über eine kurze Schotterpiste gelangst du durch die raue Lava-Landschaft direkt an die Küste. Oft hast du den Strand ganz für dich allein – außer vielleicht ein paar Möwen, die im Wind kreisen. Im Sommer wirkt das Zusammenspiel aus türkisblauem Wasser, pechschwarzem Gestein und hellem Sand fast mediterran. Doch spätestens, wenn dich die kalte Brandung des Nordatlantiks begrüßt, weißt du wieder genau, wo du bist.
Wenn du dem Weg noch ein Stück weiter folgst, erreichst du zwei der einsamsten Leuchttürme Islands: Svörtuloftaviti und Öndverðarnesviti. Sie thronen hoch über den zerklüfteten Klippen und wachen über die raue Westspitze der Halbinsel. Die Küstenabschnitte hier sind so spektakulär, dass ich ihnen einen eigenen, ausführlichen Beitrag gewidmet habe. Wenn du tief in die Welt der versteckten Strände und Küsten eintauchen willst, schau unbedingt hier vorbei:
👉 Abseits der Pfade in Island – Entdecke die Leuchttürme & Küsten von Snæfellsnes
Snæfellsnes Mitte: Kirkjufell & dramatische Küsten erleben
Das wohl bekannteste Fotomotiv der Halbinsel ist der markante Kirkjufell. Zusammen mit dem davorliegenden Wasserfall Kirkjufellsfoss ergibt sich eines der ikonischsten Panoramen Islands. Besonders im weichen Morgen- oder Abendlicht, wenn sich Nebelschwaden um die Bergspitze legen, wirkt dieser Ort fast unwirklich schön.
Auf deinem Weg weiter Richtung Süden lohnt sich ein Stopp in Ólafsvík. Der Ort strahlt eine wunderbare Ruhe aus und überrascht mit einer architektonisch auffälligen Kirche in Fischform. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt findest du den Wasserfall Búðafoss. Von dort oben hast du einen fantastischen Blick über die Siedlung bis hinunter zur Küste – ein perfekter Ort für eine kleine Pause.
Der Süden von Snæfellsnes: Schwarze Strände & einsame Küstenpfade
Wenn du die Halbinsel in ihrer ganzen Vielfalt erleben willst, führt kein Weg an der Útnesvegur vorbei. Die Straße führt dich rund um den Nationalpark des Snæfellsjökull und bietet eine Fahrt voller Gegensätze: Hier wechseln sich tiefschwarze Strände und schroffe Klippen mit sanften, moosbewachsenen Lavafeldern ab – jeder Kilometer fühlt sich hier anders an.
Besonders im Küstenort Arnarstapi solltest du einen Stopp einlegen. Hier wacht die markante Steinstatue des Berggeists Bárður über das Dorf und heißt Reisende willkommen. Mein Tipp: Nimm dir Zeit für den Spaziergang entlang der Klippen bis nach Hellnar. Dieser Küstenweg gilt als einer der schönsten Islands – die raue Gischt und die geformten Felsformationen sind bei gutem Wetter ein unvergessliches Erlebnis.
Nur wenige Kilometer weiter triffst du auf den Strand von Djúpalónssandur. Die Szenerie ist geprägt von markanten schwarzen Felsformationen und spektakulären Lavabögen. Was den Ort besonders macht: Zwischen den runden Steinen am Strand liegen noch heute die verrosteten Wrackteile eines dort gesunkenen Trawlers – ein stilles, eindrucksvolles Stück Geschichte inmitten der rauen, unbändigen Natur.
Am nordwestlichen Zipfel der Halbinsel warten schließlich zwei Leuchttürme auf dich: Svörtuloftaviti und Öndverðarnesviti. Die Anreise über die teils holprigen Schotterpisten ist zwar ein kleines Abenteuer, aber die Mühe lohnt sich: Oben angekommen, wirst du mit atemberaubenden Ausblicken über die steilen Klippen belohnt. Ganz in der Nähe versteckt sich zudem der Skarðsvík-Strand. Mit seinem hellen, goldenen Sand bildet er einen faszinierenden Kontrast zur sonst so dunklen Vulkanlandschaft – ein echter Geheimtipp, den du nicht verpassen solltest!
Búðakirkja: Die berühmte schwarze Kirche auf Snæfellsnes
Ein absoluter Klassiker, den du auf keinen Fall verpassen solltest, ist die historische Búðakirkja. Sie liegt malerisch an der Südküste von Snæfellsnes und ist wohl eines der meistfotografierten Gebäude Islands. Die kleine, komplett schwarze Holzkirche bildet einen dramatischen Kontrast zur umgebenden hellen Landschaft und den Bergen im Hintergrund. Für mich ist sie das perfekte Symbol für die schlichte, melancholische Schönheit dieser Insel. Ein absolutes Must-See für deinen Roadtrip.
Snæfellsnes für Fortgeschrittene: Was wir beim nächsten Island-Trip planen
Wie so oft in Island gilt: Selbst nach einer intensiven Reise bleibt noch so viel übrig, das man unbedingt sehen möchte. Wir haben schon jetzt eine lange Liste für unseren nächsten Besuch angelegt: Die Krater Hólahólar und Saxhólar stehen ebenso darauf wie die Wasserfälle Svöðufoss und Kerlingarfoss oder die dramatischen Basaltfelsen von Lóndrangar. Auch wenn wir schon vieles erkundet haben, locken uns das Lavagebiet von Berserkjahraun und die Klippenpfade zwischen Arnarstapi und Hellnar für ein baldiges Wiedersehen – Island hat eben immer einen Grund, zurückzukehren.
Deine Island-Planungstools
Für einen entspannten Roadtrip zwischen Vulkanen und Geysiren:
Warst du selbst schon einmal auf Snæfellsnes oder planst du gerade deinen Roadtrip? Schreib mir deine Fragen oder deine persönlichen Highlights gerne in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch mit dir!
Bis bald,
Susann
FAQ – Häufige Fragen zur Halbinsel Snæfellsnes
Wann ist die beste Reisezeit für Snæfellsnes?
Die Halbinsel Snæfellsnes kannst du das ganze Jahr über besuchen. Am beliebtesten sind die Monate Juni bis September mit langen Tagen, angenehmen Temperaturen und guter Straßenverbindung. Im Winter ist die Region ruhiger, bietet aber spektakuläre Lichtstimmungen, Schneelandschaften und Chancen auf Polarlichter.
Wie lange sollte man für Snæfellsnes einplanen?
Für die wichtigsten Highlights reicht ein Tagesausflug ab Reykjavík. Wer die Halbinsel wirklich genießen möchte, sollte aber zwei bis drei Tage einplanen – so bleibt genug Zeit für kleine Wanderungen, Küstenorte und Fotostopps.
Wie komme ich von Reykjavík nach Snæfellsnes?
Snæfellsnes liegt etwa 180 Kilometer nordwestlich von Reykjavík und ist über die Ringstraße (Nr. 1) und anschließend die Straße 54 erreichbar. Mit dem Auto dauert die Fahrt rund 2,5 bis 3 Stunden. Öffentliche Busverbindungen sind möglich, aber unregelmäßig – ein Mietwagen ist daher die beste Option.
Was sind die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Snæfellsnes?
Zu den Highlights zählen der Kirkjufell mit dem Wasserfall Kirkjufellsfoss, die schwarze Kirche Búðakirkja, das Küstendorf Arnarstapi, der Leuchtturm Svörtuloftaviti sowie Strände wie Skarðsvík und Djúpalónssandur. Auch das Lavafeld Berserkjahraun und der See Selvallavatn sind lohnende Stopps.
Brauche ich einen 4×4-Wagen für Snæfellsnes?
Für die meisten Sehenswürdigkeiten genügt ein normaler Pkw. Die Hauptstraßen sind asphaltiert oder gut geschottert. Nur für abgelegene Wege im Hochlandteil oder bei Schnee kann ein Allradfahrzeug sinnvoll sein.
Gibt es Unterkünfte auf Snæfellsnes?
Ja, von charmanten Guesthouses bis zu kleinen Hotels oder Cottages findest du viele Unterkünfte, besonders in Stykkishólmur, Grundarfjörður und Hellnar. Frühzeitig buchen lohnt sich, vor allem in der Sommersaison.
Lohnt sich Snæfellsnes im Winter?
Absolut! Im Winter zeigt sich Snæfellsnes von seiner mystischen Seite – weniger Besucher, verschneite Landschaften und oft gute Chancen auf Northern Lights. Achte aber auf Wetterberichte und Straßenbedingungen, da manche Strecken kurzzeitig gesperrt sein können.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, schau unbedingt auch in die anderen Teile meiner Island-Serie:
- Island – meine Reiseerlebnisse, Tipps & Lieblingsorte
- Island – Tipps für deine Reisevorbereitung
- Snæfellsnes Island: Die schönste Halbinsel für deinen Island Roadtrip
- Island Roadtrip – Highlights im Südwesten
- Reykjavík im Winter – Architektur, Atmosphäre & echte Islandmomente
- Abseits der Pfade in Island – Entdecke die Leuchttürme & Küsten von Snæfellsnes
So hast du direkt alle Infos für deinen Trip nach Island an einer Stelle – von Inspiration über Essen bis hin zu praktischen Tipps.
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