Cover-Bild "Florida ohne Sackgassen - Essen & Trinken (Teil 3)" in einem gemütlich beleuchteten Restaurant mit Zitronen-Deko und warmem Ambiente.

Florida ohne Sackgassen: Essen & Trinken (Teil 3)

Nachdem wir bei den Roadtrip-Fahrplan (Teil 1) und der Unterkunft & Erlebnisse (Teil 2) strategisch vorgegangen sind, bleibt ein großer Posten in der Reisekasse: Die Verpflegung. In den USA 2026 ist die Schere zwischen „schnell satt werden“ und „gut essen gehen“ extrem weit aufgegangen.

Wir haben auf unserer 22-tägigen Reise im Februar 2026 insgesamt 1.610,14 € für Essen und Einkäufe ausgegeben. Das entspricht einem Schnitt von ca. 73 € pro Tag für zwei Personen. Wie wir diesen Wert trotz Restaurantbesuchen und Event-Preisen gehalten haben, erfährst du hier.

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Titelgrafik "Florida Essen & Trinken" über einer farbenfrohen Strandbar mit bunten Stühlen und Blick auf den Ozean.

Quick-Check: Verpflegung & Budget

Unser kulinarischer Fahrplan:

💰 Tagesbudget: ca. 73,00 € (für 2 Personen)
🛒 Strategie: Mix aus Selbstversorgung (Walmart/Publix) & gezielter Gönnung
🍳 Vorteil: Unterkünfte mit Küche/Frühstück als Kosten-Anker nutzen

  • Smart Essen: Wer beim „Alltags-Food“ auf Supermärkte und Diners setzt, hat mehr Budget für Highlights wie Seafood oder Sunset-Bars.
  • Trinkgeld-Faktor: Durch Picknicks und Self-Catering umgehst du elegant die obligatorischen 20% Trinkgeld-Aufschläge in Restaurants.

Schritt 7: Die US-Preis-Logik – Was wirklich auf der Rechnung steht

Wir sind ohne festes Budget nach Florida gereist und haben uns das gegönnt, worauf wir Lust hatten. Dennoch sollte man wissen, wie sich die Preise in den USA 2026 zusammensetzen, um am Ende nicht vom Rechnungsbetrag überrascht zu werden. In Florida ist der Preis auf der Karte nämlich nur der Basiswert. Auf dem Kassenbon kommen mehrere Schichten oben drauf.

  • Sales Tax: Auf jedes Essen und Getränk wird automatisch die Umsatzsteuer fällig. In Florida liegt der Basissteuersatz bei 6 %, doch fast alle Landkreise erheben eine zusätzliche Steuer, sodass du effektiv mit 7 % bis 8 % rechnen musst.
  • Credit Card Surcharge (Karten-Zuschlag): Es ist mittlerweile Standard, dass viele Restaurants die Transaktionsgebühren für Kartenzahlungen (meist 3 % bis 4 %) direkt an den Gast weitergeben. Da wir konsequent alles mit Kreditkarte gezahlt haben, war dieser Aufschlag bei uns immer Teil der Endsumme.
  • Kostenloses Extra: Positiv hervorzuheben ist das Tap Water (Leitungswasser). Es ist immer gratis, eiskalt und wird ungefragt nachgefüllt.

Bilder-Collage zum Thema Essen in Florida: Ein gemütliches US-Diner von innen, ein Teller mit frittierten Meeresfrüchten, ein tropischer Cocktail und eine handbeschriebene Menü-Tafel.

Schritt 8: Tipping-Culture (Das Trinkgeld) – Unsere klare Linie

Das Trinkgeld ist in den USA ein emotionales Thema. Es wird dort oft als fester Bestandteil des Gehaltssystems gesehen, aber wir haben hier eine sehr klare Position bezogen: Wir sehen es nicht als unsere Aufgabe an, das Gehalt der Angestellten zu finanzieren: das ist die Pflicht der Arbeitgeber.

Deshalb haben wir unser Trinkgeld-Verhalten strikt nach unseren eigenen Regeln gestaltet:

  • Kein Tip bei digitalen Vorgaben: Besonders an Terminals oder Tablets, bei denen man nur zwischen festen Tip-Vorgaben (z. B. 18 %, 20 %, 25 %) wählen kann, haben wir konsequent gar keinen Tip gegeben. Wir lassen uns ungern von einer Software diktieren, was angemessen ist.
  • Nur Aufrunden: In anderen Fällen, in denen man die Summe selbst eintragen konnte, haben wir lediglich aufgerundet. In keinem Restaurant auf unserer Reise haben wir mehr als 12 % freiwilligen Tip gegeben.
  • Kein Tip für „Handgriffe“: Wenn wir uns nur ein Getränk an einer Bar oder ein Sandwich auf die Hand gekauft haben, gab es ebenfalls kein Trinkgeld.
  • Sonderfall Miami Beach: Hier werden die 20 % „Service Charge“ oft direkt auf die Rechnung addiert. Das ist dann verpflichtend zu zahlen. in diesen Fällen gab es von uns absolut kein extra Trinkgeld mehr.

Und das schlechte Gewissen? Hatten wir zero. Seien wir ehrlich: Die meisten Servicekräfte sehen einen ohnehin nie wieder. Und selbst wenn man ein Restaurant ein zweites Mal besucht, ist meistens schon die Schicht gewechselt. Wurden wir komisch angeguckt? Nö. Bei Kartenzahlung unterschreibt man im Rechnungsbuch oder klickt sich durch das Terminal und geht. Man ist meistens schon längst weg, bevor der Beleg kontrolliert wird. So haben wir es immer auf unseren USA-Reisen (wie Las Vegas und Ostküste) gehandhabt und wir werden das auch weiter machen.

Collage mit kulinarischen Eindrücken aus Florida: Tacos, Pommes und Fried Pickles auf einem türkisfarbenen Tisch, eine Bäckerei-Theke in Marathon und ein lila Gebäude in Siesta Key.

Schritt 9: Unsere Bilanz – Smart genießen (und ein paar Tricks)

Dass wir am Ende unserer 22 Tage bei Verpflegungskosten von insgesamt 1.610,14 € gelandet sind, lag an einer Mischung aus konsequenter Haltung und ein paar praktischen Reise-Hacks.

Wir waren natürlich bei den Klassikern wie IHOP und Cracker Barrel. Letzteres besuchten wir übrigens in Georgia, nur weil mein Mann gemerkt hat, wie nah wir an der Staatsgrenze waren. Ein kurzer Aufenthalt in einem anderen Staat bedeutete: Er war offiziell in diesem Bundesstaat und konnte ihn auf seiner Liste abhaken.

Dass „teuer“ nicht gleich „gut“ bedeutet, lernten wir in Miami Beach. In einem Frühstücksladen kostete eine Joghurtbowl (ca. 200g mit Früchten und Granola) knapp $20. Generell schlug mir mit dem vielen frittierten Essen auf den Magen, dass ich mir danach bei Walmart Joghurt gekauft habe, den wir dann regelmäßig in unseren Unterkünften zum Frühstück gegessen haben.

Wir haben die Freiheit unserer Apartments in Bonita Springs und Siesta Key genutzt. Dort gab es oft einfach Cerealien, Milch und frisches Obst aus dem Supermarkt.

  • Hotel-Hacks: Wenn es kostenloses Frühstück gab, haben wir bei Muffins oder Granola-Bars auch mal zugegriffen und das ein oder andere für später eingesteckt. In Daytona gab es Snack-Joghurt, perfekt für die Weiterfahrt. Warum das niemanden interessiert hat? Weil es in diesen Hotels völlig normal war, sein Essen mit aufs Zimmer zu nehmen. Ob man es also im Zimmer oder zwei Stunden später im Auto isst, hat keinen Unterschied gemacht.
  • Portionen-Management: An unserem ersten Abend auf den Keys haben wir nur die Hälfte geschafft. Die Lösung für den nächsten Abend: Wir haben uns einen Fischteller geteilt. Auf die Frage der Kellner sagten wir einfach: „Wir sind Europäer, wir sind diese riesigen Portionen nicht gewohnt.“ Das wurde ohne Extragebühr akzeptiert.
  • Der „Italiener“ um die Ecke: In Bonita Springs gab es 22cm-Pizzen. Klingt klein, war aber so mächtig, dass wir uns den Rest für den nächsten Mittag einpacken ließen. In den USA ist das „Doggy Bag“-Prinzip völlig normal und spart oft die nächste Mahlzeit.

Bilder-Collage zum Florida-Urlaub: Oben Burger mit Süßkartoffel-Pommes und Nachos, unten ein typisches Hotel-Frühstück mit Müsli und Joghurt, rechts ein kühles Bier und eine Margarita mit Salzrand.

Unser Pro-Tipp zur Planung: Ich hatte mir bereits im Vorfeld für jede Region etwa fünf verschiedene Restaurants und Frühstückslokale herausgesucht und auf Google Maps markiert. So hatten wir immer eine Auswahl parat, je nachdem, worauf wir gerade Lust hatten. Egal ob Fisch, Steakhouse oder Tacos. Das hat uns die nervige Suche vor Ort erspart, wenn der Hunger schon groß war.

Hier ist der Rest unserer kulinarischen Reise, so wie wir sie erlebt haben:

Gegen 19:00 Uhr kamen wir im Hotel an. Da wir in der Premium Economy an Bord sehr üppig gegessen hatten, war Hunger kein Thema. Wir wollten im Tap 42 Craft Kitchen & Bar eigentlich nur mit einem Bierchen auf den Urlaub anstoßen.

  • Die Realität: 45 Minuten Wartezeit, selbst für zwei schnelle Drinks an der Bar.
  • Unsere Reaktion: Dankend abgelehnt und direkt ins Bett. Wenn man nicht mal eben anstoßen kann, dann eben nicht.

Bevor es richtig losging, stand der obligatorische Walmart-Stopp an: Vorräte an Getränken und Snacks (Müsliriegel!) sichern. Gefrühstückt wurde im Hotel (im Preis inklusive) und für die Fahrt haben wir uns einfach den typischen Hotel-Kaffee mitgenommen.

Hier haben wir gelernt, dass „Small“ in den USA ein dehnbarer Begriff ist und man mit Ehrlichkeit (und Teilen) am weitesten kommt.

  • Marathon Grill and Ale House:
    • Was wir hatten: Lokales Bier (Islamorada Brewery), 1/2 Stack Baby Back Ribs und Fried Chicken.
    • Fazit: Viel zu viel für unsere Mägen, aber qualitativ richtig gut. Wir saßen gemütlich in einer Booth, der Service war zügig und das Ambiente an der vollen Bar stimmte.
    • Preis: $55.
  • Wooden Spoon (Frühstück):
    • Was wir hatten: Einen Blueberry Pancake, 2 Scrambled Eggs, Bacon, Sausage und Toast plus Kaffee.
    • Fazit: Ein kleiner, netter Laden direkt um die Ecke. Man hat uns zwar sofort als Ausländer identifiziert, aber es war sehr herzlich und wir haben die Portion geschafft.
    • Preis: $22.
  • Brutus Land and Sea (Abendessen):
    • Was wir hatten: Geteilter Fischteller (Shrimps, 1/2 Hummer, Fisch), zwei Bier und ein Cocktail.
    • Fazit: Nur „okay“. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passte hier einfach nicht, obwohl wir uns das Essen geteilt haben.
    • Preis: $85.
  • Marathon Bagels:
    • Was wir hatten: Zwei Bagels mit Rührei und Käse.
    • Fazit: Eigentlich ein guter Deal für $9, aber der „Fail“ des Tages: Bei meinem Mann war der Käse noch original in der Plastikfolie eingepackt und so mitgebacken worden. Ziemlich eklig!

Kulinarische Highlights in Florida: Ein Teller mit Spareribs, Maiskolben und Beans, ein Fischgericht mit grünem Spargel, ein buntes Diner-Gebäude von außen und ein tropischer Cocktail in einer Kokosnuss.

Wichtig für Nachahmer: Das waren tatsächlich unsere einzigen Ausgaben für Essen und Trinken auf den Keys. Wir haben weder in Key West noch an irgendwelchen Strandbars zwischendurch Geld gelassen. Wir hatten unsere Walmart-Vorräte im Auto und haben das konsequent durchgezogen, was für uns nicht schwer war.

In Homestead landeten wir im Texas Roadhouse. Damals wussten wir noch gar nicht, dass es eine Kette ist, aber das Konzept hat uns überzeugt.

  • Was wir hatten: Ein Iced Tea, ein Bier und zwei Gerichte aus dem „Early Bird Menü“ (Chicken Fried Steak und ein 8 oz Sirloin Diner für jeweils $13,99).
  • Fazit: Wer früh essen geht, spart massiv. Solide Steaks zum Hammerpreis.
  • Preis: $45 (insgesamt).

Bonita Springs war unser Stützpunkt mit Apartment, was uns ermöglichte, den „Restetag“ perfekt durchzuziehen.

  • Sneaky Pete’s Bar & Grill (Bonita Springs):
    • Was wir hatten: Zwei Bier, Coconut Shrimps (unsere absoluten Favoriten!), Pommes und einen Burger mit Avocado.
    • Fazit: Typischer 80er-Jahre-Vibe, während wir dort waren, wurde gerade die Karaoke-Anlage aufgebaut. Sehr nette Bedienung, tolles Essen – ein echtes Highlight.
    • Preis: $50.
  • Bonita Bakery (Naples):
    • Was wir hatten: Zwei Focaccia (einmal mit Serrano, einmal mit Prosciutto Cotto).
    • Fazit: Perfekt für mittags. Da die Portionen groß waren, haben wir die Hälfte direkt für den nächsten Tag aufgehoben.
    • Preis: $35.
  • Leonie’s Pizza (Der Italiener um die Ecke):
    • Was wir hatten: Zwei typisch amerikanische Pizzen (BBQ-Style mit Hack/Bacon und „Tuscany“ mit Prosciutto/Büffelmozzarella).
    • Der Clou: Hier gab es einen Deal – wer dort isst, bekommt ein Glas Wein oder ein Bier gratis zum Essen dazu.
    • Preis: $37 (da die Drinks inklusive waren).

Dank den Resten hatten wir in Bonita Springs einen Tag, an dem wir für Essen 0$ ausgegeben haben. War so nicht geplant aber haben wir natürlich dankend angenommen.

  • Frühstück: Cerealien mit frischer Mango und Kaffee im Apartment.
  • Mittag: Die zweite Hälfte der Focaccia aus Naples.
  • Abend: Die restliche Pizza von Leonie’s.

Zum Abschluss in Bonita Springs ging es ins The Fish House Restaurant, das wir bequem zu Fuß vom Apartment erreichen konnten:

  • Was wir hatten: Wieder Coconut Shrimps (muss einfach sein!) und eine gemischte Fried Fish Plate, dazu ein Cocktail und zwei Bier.
  • Fazit: Ein schöner Abschluss der Etappe, fußläufige Erreichbarkeit ist in Florida ein seltener Luxus.
  • Preis: $80.

Bevor wir Bonita Springs endgültig verlassen haben, gab es noch einen Pflichtstopp für das echte Urlaubsgefühl.

  • IHOP (Bonita Springs):
    • Was wir hatten: French Toast mit Bananen und Erdbeeren sowie zwei Double Chocolate Pancakes und zwei Kaffee.
    • Fazit: Ja, IHOP muss einfach einmal sein. Es ist süß, es ist mächtig, aber es gehört zum USA-Trip dazu.
    • Preis: $35.

In Siesta Key angekommen, landeten wir direkt im sportlichen Ausnahmezustand der USA.

  • Captain Curt’s Crab & Oyster Bar (Abendessen zum Super Bowl):
    • Was wir hatten: Cocktails an der Bar (während wir auf den Tisch warteten), danach eine Clam Chowder Bowl als Vorspeise, einen Salat mit Hühnchen und wieder Baby Back Ribs.
    • Der „Healthy-Move“: Da mein Mann sich nach all dem Fleisch plötzlich nach Vitaminen sehnte, haben wir bei der Hälfte einfach die Teller getauscht.
    • Preis: $75.
  • Gillian’s Island Bar & Grill:
    • Was wir hatten: Den „Big Kahuna Burger“, dazu ein Bier und einen Cocktail.
    • Fazit: Cooler Laden, der Burger war okay.
    • Preis: $77,50.
  • Wiederholungstäter bei Captain Curt’s:
    • Was wir hatten: Coconut Shrimps mit Wedges und Grilled Chicken mit Mashed Potatoes und Tomaten, dazu ein Bier und ein Cocktail.
    • Fazit: Da es uns beim ersten Mal so gut gefallen hat, sind wir direkt nochmal hin. Andere Bedienung, gleiches gutes Niveau.
    • Preis: $66.

Collage zum Thema Verpflegung in Florida: Zwei belegte Bagels, ein knackiger Hähnchen-Salat mit Pommes, ein Blick in ein Diner und eine urige Tiki-Bar mit einem großen Deko-Schwertfisch über dem Tresen.

Auch hier haben wir das Frühstück wieder komplett selbst in die Hand genommen, um das Budget für die Abende zu schonen:

  • Frühstück: Es gab wie gewohnt unsere Cerealien, diesmal verfeinert mit frischen Blaubeeren vom Supermarkt. Simpel, lecker und spart locker $30 pro Morgen.

Für die lange Fahrt von der West- an die Ostküste haben wir uns morgens in Bonita Springs versorgt, um flexibel zu bleiben.

  • Buddy’s Bagels Tamiami:
    • Was wir hatten: Zwei Bagels mit Rührei und Käse für unterwegs.
    • Fazit: Richtig gut und perfekt für die Fahrt. Im Vergleich zu unserem „Folien-Fail“ auf den Keys waren diese hier spitze.
    • Preis: 15$.

Amelia Island war für uns ein echter kulinarischer Hotspot. Einiges kannte ich noch von 2018, anderes war eine neue, geniale Entdeckung.

  • The Surf Restaurant & Bar:
    • Was wir hatten: Eine Gratis-Vorspeise für Hotelgäste (Fried Pickles!), dazu einen „Babyburger“ (Small Bite) mit Pommes und ein Chicken-Sandwich mit Pommes sowie drei Bier.
    • Fazit: Die Fried Pickles musste ich nach meinem Besuch 2018 unbedingt wieder haben. Die Portion war riesig und dank Hotel-Gutschein kostenlos. Die restlichen Portionen waren „typisch USA“ viel zu groß, aber geschmacklich top.
    • Preis: 55$.
  • Cracker Barrel (Kingsland, Georgia):
    • Was wir hatten: Je ein Mr. & Mrs. Frühstück (Eier nach Wahl, Toast, Bacon/Sausage) und Kaffee.
    • Der Strategie-Stopp: Ein kurzer Hüpfer über die Grenze, damit mein Mann Georgia offiziell auf seiner Liste abhaken konnte. Solides Frühstück für einen fairen Preis.
    • Preis: 30$.
  • Sliders Grill:
    • Was wir hatten: Shrimp Tacos und ein „Catch of the Day“ BLT-Sandwich, dazu Iced Tea und Bier.
    • Fazit: Auch hier war ich 2018 schon.
    • Preis: 60$.
  • Kismet Coffee (Amelia Island):
    • Was wir hatten: Zwei Schwarzbrote (!) mit Eiersalat, einen Kaffee und einen Tee.
    • Fazit: Unser absoluter Geheimtipp! Nach all dem Weißbrot und den Bagels war echtes Schwarzbrot eine Offenbarung. Es war einfach nur geil.
    • Preis: 24$.
  • The Loop (Amelia Island):
    • Was wir hatten: Je einen Burger, dazu ein Bier und – endlich – einen echten Milchshake.
    • Fazit: Super Ambiente, hervorragendes Essen und der Milchshake war das Highlight, auf das ich den halben Urlaub gewartet hatten.
    • Preis: 55$.

In Daytona Beach angekommen, stand alles im Zeichen des großen Rennens. Die Stadt war im Ausnahmezustand, was sich auch in der Gastronomie bemerkbar machte.

  • Der „On-the-Road“ Morgen:
    • Das Frühstück fiel schlichtweg aus. Es gab lediglich einen Joghurt im Auto, während wir Kilometer gutmachten.
  • Jimmy Hula’s:
    • Was wir hatten: Eine Bowl mit schwarzen Bohnen, Reis und Lachs sowie Tacos (bei denen man die Anzahl selbst wählen konnte). Dazu eine Margarita und ein Bier.
    • Fazit: War nett, allerdings durch die Lage direkt an der Brücke von Daytona Beach nach Daytona etwas unruhig.
    • Preis: $36.
  • Race Day Frühstück:
    • Dieses war im Hotelpreis enthalten, ein Segen, denn draußen herrschte „Chaos pur“. (Wer mehr über den Wahnsinn des Renntages wissen will, findet demnächst hier den Link zum Artikel).
  • Senorita Mexican Kitchen:
    • Was wir hatten: Beide Tacos, einmal mit Shrimps und einmal mit Beef, dazu ein Bier und einen Cocktail.
    • Fazit: Trotz des Trubels in der Stadt war das Essen super und die Stimmung entspannt.
    • Preis: $54.

Auf unserem Weg weiter südlich machten wir Halt auf Hutchinson Island.

  • Hurricane Grill & Wings:
    • Was wir hatten: Eine kleine Portion Wings (6 Stück) mit Pommes und natürlich unsere geliebten Coconut Shrimps. Dazu gab es für jeden zwei Bier.
    • Fazit: Richtig geiles Essen. Die Wings waren top und die Coconut Shrimps gehörten mit zu den besten der Reise.
    • Preis: $60.

Collage mit typischen Florida-Speisen: Ein Teller mit Coconut Shrimps, Pommes und Coleslaw, ein Bacon-Burger, bunte Cocktails an einer Bar und der Innenraum eines hellen Restaurants.

Zum Ende unserer Reise in Miami erlebten wir die ganze Bandbreite, von kulinarischen Glücksgriffen bis hin zu überteuerten Instagram-Hotspots.

  • Treasure Coast Bagel Bakery (auf dem Weg):
    • Was wir hatten: Unsere Reise-Klassiker – zwei Bagels mit Rührei und Käse.
    • Preis: $24.
  • Ceviche House:
    • Was wir hatten: Pulpo-Carpaccio und Bratreis mit Gemüse und Hähnchen, dazu ein Cocktail und zwei Bier.
    • Fazit: Ein echter Glücksgriff! Wir kamen 10 Minuten vor Ladenschluss, das Essen war spitze. Der Bratreis war so riesig, dass wir die nächsten zwei Mittage davon satt wurden.
    • Hinweis: Hier waren 20% Trinkgeld bereits inkludiert (stand klar auf der Karte).
    • Preis: $80.
  • Joe & The Juice (Frühstück):
    • Was wir hatten: Die berüchtigte Joghurtbowl für fast $20.
    • Preis: $35 insgesamt für das Frühstück.
  • The Pamplemousse by the Bay:
    • Die Erfahrung: Ein sehr schickes, „instagrammables“ Restaurant mit toller Aussicht. ABER: Ein totaler Reinfall. Den Pulpo gab es nicht, die Early-Bird-Karte gab es nicht, weitere Gerichte fehlten. Wir sind nur für zwei Vorspeisen (Lachstartar und geräucherte Makrele) sowie zwei Aperol und Wasser geblieben.
    • Preis: $125 – definitiv zu viel für das Gebotene.
  • Bagel Bros:
    • Was wir hatten: Dreimal dürft ihr raten… Bagel mit Käse und Rührei plus zwei Kaffee.
    • Preis: $18,70.
  • 11th Street Diner:
    • Was wir hatten: Zwei große Burger, Bier und einen Milkshake.
    • Fazit: Hier war ich schon 2018. Die Qualität ist immer noch super, aber die Preise sind deutlich angezogen. Dennoch ein tolles, authentisches Erlebnis.
    • Preis: $70.
  • Der Abflugtag (Taco Rico Miami Beach):
    • Frühstück: Wir haben alles „verputzt“, was noch da war (Obst, Muffins, Granola Bars).
    • Mittag: Tacos (Beef und Hähnchen). Super lecker, dazu gab es kostenlose Chips mit so viel Salsa, wie man wollte.
    • Preis: $28 (inkl. zwei Cola). Ein perfekter, günstiger Abschluss!

Das „Kleingedruckte“ unserer 1.610,14 € Bilanz

Falls ihr jetzt mitgerechnet habt und euch wundert: Die Summe unserer Restaurant-Besuche allein ergibt noch nicht den Endbetrag. Zu einer echten Florida-Rechnung gehören auch die Supermärkte und die legendären (oder weniger legendären) Bar-Besuche:

  • Supermarkt-Einkäufe: Walmart, Publix & Co. waren unsere ständigen Begleiter für Getränke-Vorräte, Snacks, Müsli und frisches Obst. Diese Beträge läppern sich über 22 Tage, sind aber die Basis für unser Budget-Management.
  • Margaritaville (Miami Bayside):
    • Was wir hatten: Zwei Cocktails für ca. $30.
    • Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht. Die Drinks waren okay, aber der Service war so unterirdisch, dass wir fast 25 Minuten auf die Rechnung warten mussten. Ehrlich gesagt: Wir waren kurz davor, einfach zu gehen.
  • Dewey’s Tavern: Ein cooler Spot, in dem wir beim Billardspielen „versackt“ sind. Genau das, was man im Urlaub braucht.
  • South Beach Brewing Company (Unser Favorit!):
    • Diese Bar liegt in einer Seitenstraße zum Strip und wurde zu unserem absoluten Lieblingsplatz. Wir waren mehrfach dort, haben die Atmosphäre genossen und uns als Andenken sogar ein Glas gekauft.

Unser finales Fazit der 22-Tage-Schlemmerei

Insgesamt sind wir bei 1.610,14 € gelandet. Rückblickend war unsere Strategie genau richtig, um 2026 entspannt durch Florida zu kommen:

  1. Vorbereitung: Die vorab markierten Favoriten auf Google Maps haben uns oft die nervige Suche bei großem Hunger erspart.
  2. To-Go Boxen nutzen: Ob Bratreis oder Pizza – lasst euch die Reste einpacken! In den USA ist das völlig normal und war oft unser rettendes Mittagessen für den nächsten Tag.
  3. Real-Talk & Mut zum Gehen: Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt, sollte man konsequent sein. Ein Restaurant wie das Pamplemousse ($125) würden wir definitiv nie wieder besuchen. Das war schlichtweg verbranntes Geld für zu wenig Gegenwert.
  4. Die Mischung macht’s: Zwischen der $20 Joghurt-Falle in Miami Beach und dem $28 Taco-Glück am Abflugtag lag unsere perfekte Balance.

Ich hoffe, dieser Guide hilft euch, den Sunshine State kulinarisch sicher zu navigieren.

Genießt die Zeit, die Drinks und – ganz wichtig – die Coconut Shrimps!

Susann

FAQ: Florida Roadtrip – Essen & Trinken

Wie schafft man es mit nur 73 Euro am Tag für zwei Personen auszukommen? Das Geheimnis liegt im Mix aus gezielter Selbstversorgung und bewusstem Genuss. Wer das kostenlose Hotel-Frühstück als Basis nutzt und mittags auf frische Subs oder Salate aus Supermärkten wie Publix oder Walmart setzt, behält genug Budget übrig, um abends entspannt in einem Diner, einer Kette oder einer Bar essen zu gehen.

Lohnt es sich wirklich ein Hotel mit Kitchenette zu buchen? Ein Zimmer mit kleiner Küche ist ein massiver Hebel für die Reisekasse. Selbst wenn man nur zwei- oder dreimal im Urlaub selbst kocht oder lediglich den Kühlschrank für kühle Getränke und Snacks nutzt, spart das bei den aktuellen US-Preisen inklusive Steuern und Trinkgeld schnell über 100 Euro pro Woche ein.

Muss man in Florida immer 20 Prozent Trinkgeld geben? In Restaurants mit Service am Tisch sind 18 bis 22 Prozent Gratuity der Standard und werden fest erwartet. Bei Self-Service-Optionen wie in Supermärkten oder an vielen Food-Trucks fällt diese zusätzliche Gebühr weg, wodurch man die Verpflegungskosten deutlich besser kontrollieren kann.

Sollte man Aktivitäten und Touren bereits im Voraus buchen? Eine frühzeitige Buchung ist absolut ratsam, da beliebte Erlebnisse wie Kayak-Touren oder Bootstrips oft Tage im Voraus ausgebucht sind. Zudem behält man durch Online-Buchungen die Fixkosten bereits vor dem Abflug im Blick und erlebt vor Ort keine bösen Überraschungen bei den Preisen.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, schau unbedingt auch in die anderen Teile meiner Florida-Serie:

So hast du direkt alle Infos für deinen Trip nach Florida an einer Stelle – von Inspiration bis hin zu praktischen Tipps.

Weiter Inspirationen für USA-Reisen findest in meinem USA Reise Guide

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