Parken, Maut & Benzin in den USA: Die wichtigsten Tipps & Spartipps für deinen Roadtrip
Ein Roadtrip durch die USA bedeutet Freiheit, aber auch viele kleine Kostenpunkte, die sich schnell summieren können: Parkgebühren in Städten, unsichtbare Mautfallen auf Highways und stark schwankende Benzinpreise je nach Region. Gleichzeitig halten sich hartnäckig Mythen wie „Parken ist überall kostenlos“ oder „Benzin ist in den USA immer billig“ beides stimmt so längst nicht mehr.
Damit du dein Budget im Blick behältst und nicht in unnötige Kostenfallen läufst, zeige ich dir in diesem Guide die wichtigsten Tipps rund um Parken, Maut & Benzin in den USA. Was wirklich etwas kostet, wo du sparen kannst, welche Mautsysteme es gibt und wie du an Tankstellen nicht überteuerte Preise zahlst. So planst du deinen Roadtrip entspannt, transparent und deutlich günstiger.
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Parken in den USA – Kosten, Regeln & echte Spartipps
Parken in den USA kann extrem unterschiedlich ausfallen:
Von komplett kostenlosen Parkplätzen bis hin zu absurden Innenstadttarifen ist alles dabei. Mit ein bisschen Planung kannst du aber viel sparen ohne stundenlang nach Informationen zu suchen.
Wie teuer ist Parken wirklich?
Kostenlose Parkmöglichkeiten:
- Supermärkte & Malls
- Fast-Food-Ketten
- Hotels & Motels
- viele Strände außerhalb großer Städte
- State Parks (oft günstig, manchmal kostenlos)
- Vororte und Nebenstraßen
Kostenpflichtig:
- Innenstädte großer Städte (NYC, LA, SF, Chicago, Miami)
- Parkhäuser in touristischen Regionen
- Strände in beliebten Küstenorten (Kalifornien, Miami Beach)
- städtische Parkplätze in Downtown-Zonen
- Freizeitparks / Arenen / Sportevents
Preisrahmen (realistisch):
- Kleinstadt / Vorstadt: 0–2 USD pro Stunde
- Mittelgroße Städte: 2–4 USD pro Stunde
- Großstädte: 4–10+ USD pro Stunde
- Parkhäuser in Metropolen: 20–45 USD pro Tag
- Strände (Florida & Kalifornien): 5–20 USD pro Tag
Wichtige Regeln beim Straßenparken
Farben an Randsteinen:
- rot → absolutes Halteverbot
- gelb → Ladezone / Commercial loading
- weiß → kurze Stopps (z. B. Passenger loading)
- grün → zeitlich begrenztes Parken
- blau → Behindertenparkplatz
Verkehrsschilder nie ignorieren:
Viele US-Städte haben mehrere Regeln in einem Schild untereinander – z. B. „No Parking Mon–Fri 7–9am“ + „Permit Required“ + „2h Limit“.
→ einmal falsch gelesen = Ticket.
Hydranten-Abstand:
Mindestens 15 Fuß (4,5 m) Abstand halten, sonst sofort Strafzettel oder Abschleppen.
Wie du beim Parken einfach Geld sparst
1. In Wohngebieten parken
Einfach 1–3 Straßen abseits des Zentrums halten → oft kostenlos oder viel günstiger.
2. Apps nutzen (funktioniert fast überall)
- ParkMobile
- PayByPhone
- SpotHero (für Parkhäuser)
→ Preise vergleichen, buchen, Verlängerung per App.
3. Nicht am Strand direkt parken
1–2 Blocks weiter ist es oft kostenlos oder deutlich preiswerter (Kalifornien & Florida besonders extrem).
4. Hotelparkplätze vorher checken
Viele Hotels verlangen inzwischen 15–40 USD pro Nacht – Motelketten dagegen fast immer 0 USD.
→ Vor der Buchung prüfen, sonst wird es teuer.
5. Sonntags ist oft kostenlos
Viele Downtown-Zonen verlangen Mo–Sa Gebühren, aber Sonntag ist frei.
→ Gilt vor allem im Südosten und Mittleren Westen.
Wann du lieber ein Parkhaus nimmst
- in Gegenden mit vielen Einbahnstraßen (z. B. San Francisco)
- in Städten mit hoher Diebstahlquote (z. B. LA Downtown)
- bei schlechtem Wetter
- wenn du längere Zeit bleibst und ein Tagesmaximum günstiger ist als stündliche Abrechnung
Gerade San Francisco ist ein Klassiker: Straßensperrungen + Autoknacker → Parkhaus oft die bessere Wahl.
Parken ist in den USA viel einfacher, als man denkt — aber Preise schwanken extrem.
Mit ein paar Tricks (Apps, Wohngebiete, Sonntag, 2–3 Blocks weiter) sparst du schnell 20–40 USD pro Tag, ohne Zeitverlust.
Maut in den USA – wie sie funktioniert & wie du kein Geld verlierst
Das Mautsystem in den USA wirkt am Anfang chaotisch. Vor allem, weil es kein landesweites System gibt. Jede Region hat ihre eigenen Straßen, Regeln und Zahlungsmethoden. Mit einem Mietwagen kann man aber sehr leicht unnötig Geld verbrennen, wenn man nicht weiß, wie es funktioniert.
Wie funktioniert Maut in den USA grundsätzlich?
Es gibt drei Arten von Mautstraßen:
1. Klassische Mautstellen (Cash Booths)
Du hältst an einer Schranke und zahlst bar oder mit Karte.
→ Wird seltener, aber existiert noch im Midwest, Teilen von Florida und einzelnen Brücken.
2. Cashless Toll Roads (rein elektronisch)
Kameras erfassen dein Kennzeichen. Du bekommst eine Rechnung oder musst dich vorher registrieren.
→ In vielen Bundesstaaten üblich (Texas, Kalifornien, Florida).
3. Express Lanes (Schnellspuren)
Separate Fahrspuren auf Highways, die je nach Verkehrslage extra kosten.
→ Typisch in Kalifornien, Texas, Ostküste.
Die größten Maut-Regionen auf einem Blick
- Florida – viele Mautstraßen, teure Kameragebühren
- Texas – viele „Toll Roads“, besonders um Austin/Dallas/Houston
- Kalifornien – vor allem Express Lanes, einige Brücken
- Ostküste – New York, New Jersey, Pennsylvania (Turnpikes, Brücken, Tunnel)
- Midwest & Westen – größtenteils mautfrei (Ausnahmen: einzelne Brücken/Highways)
Maut + Mietwagen: Die größte Kostenfalle
Die meisten Mietwagenfirmen bieten ein „Toll Protection Package“ oder „Toll Pass“ an. Klingt gut, ist aber häufig völlig überteuert.
Was du zahlen würdest:
- Tagesgebühr 8–12 USD (jeden Tag!)
- + die eigentliche Maut
Fährst du also 14 Tage Florida → allein 120–150 USD Gebühren
… selbst wenn du nur an 2 Tagen eine Mautstraße nutzt!
Wie du mit Mietwagen NICHT draufzahlst
1. Wenn möglich: Mautstraßen komplett vermeiden
Fast überall gibt es kostenlose Alternativen ohne großen Umweg.
2. Mietwagen ohne Toll-Paket buchen
Standardmäßig ist das Paket oft deaktiviert – nur NICHT aktivieren lassen.
3. Vor Ort prüfen, ob das Auto schon einen Transponder hat
Manchmal ist ein SunPass (Florida) oder FasTrak (Kalifornien) fest installiert.
→ Nutzung wird automatisch abgerechnet, aber ohne tägliche Mietwagengebühr.
4. In Florida: SunPass Mini kaufen
- kostet ca. 5 USD
- am Flughafen, CVS, Walgreens
- mit Kreditkarte aufladen
→ günstiger und flexibler als Mietwagen-Systeme
5. Vorab Online-Registrierung nutzen
Viele Regionen bieten „Pay by Plate“-Registrierungen an.
→ teuerER als Transponder, aber billiger als Mietwagen-Zusatzpakete.
Wann sich ein Mietwagen-Toll-Paket DOCH lohnt
- wenn du weißt, dass du täglich viele Mautstraßen fahren wirst
- wenn du in Regionen mit dichtem Toll-Netz unterwegs bist (z. B. Ostküste)
- wenn du keine Lust hast auf Registrierung, Transponder, Aufladen etc.
→ Für die meisten Roadtrips aber unnötig teuer.
realistische Kostenbeispiele
Florida ohne SunPass:
- Turnpike Orlando → Miami: ca. 12–15 USD
- Kameragebühren ca. 2–5 USD pro Abschnitt
Florida mit SunPass Mini:
- ca. 20–25 % günstiger
- keine Mietwagen-Tagesgebühr
Texas (Austin–Dallas Toll Roads):
- 5–15 USD je nach Strecke
- Express Lanes je nach Verkehrslage variabel
New York City Brücken:
- 8–12 USD pro Brücke / Tunnel
- Lincoln Tunnel & Holland Tunnel teurer
Maut kann teuer wirken – ist aber gut kontrollierbar, wenn du weißt, wie das System funktioniert.
Mit der richtigen Methode (SunPass Mini, Alternativstrecken, keine Mietwagen-Tagespakete) sparst du oft 50–150 USD pro Reise völlig problemlos.
Benzin in den USA – Preise, Tanken & echte Spartipps
Benzin gilt in den USA oft als „billig“ – aber diese Aussage stimmt längst nicht mehr. Die Preise schwanken extrem zwischen Bundesstaaten, Städten und selbst einzelnen Tankstellen. Mit ein paar einfachen Regeln kannst du trotzdem richtig sparen.
Wie teuer ist Benzin wirklich? (realistische Preise)
Durchschnittspreise pro Gallone (3,785 L):
- günstige Staaten: 2,80–3,30 USD (Texas, Oklahoma, Mississippi)
- mittlere Staaten: 3,50–4,20 USD (Florida, Nevada, Colorado, Georgia)
- teure Staaten: 4,80–6,00+ USD (Kalifornien, Washington, Oregon)
Umrechnung:
3,80 USD pro Gallone ≈ 1,00 USD pro Liter
→ aber in teuren Regionen liegst du schnell bei 1,40–1,60 USD pro Liter.
Großer Unterschied:
Die Preise ändern sich täglich – und teils sogar stündlich.
Warum die Preise so unterschiedlich sind
- unterschiedliche Mineralölsteuern
- regionale Pipeline- & Raffinerie-Kapazitäten
- große Konkurrenz (z. B. Texas) vs. wenig Auswahl (z. B. Nationalparks)
- Nähe zu Highways & Touristenorten
- Bundesstaatliche Umweltauflagen
Merksatz:
Sobald du dich in einer Touri-Region befindest, geht der Preis nach oben.
Wie tankt man in den USA?
1. An der Zapfsäule zahlen
- Kreditkarte rein
- ZIP-Code eingeben
- tanken
→ Wenn deine Karte keine ZIP akzeptiert, wirst du oft abgelehnt.
2. Im Shop (Prepay) zahlen
Wenn die Karte abgelehnt wird (sehr üblich):
So geht’s:
- Inside prepay → Betrag nennen (z. B. „40 dollars on pump 5“)
- Tank voll machen
- nicht verbrauchtes Restgeld gibt’s bar zurück oder wird zurückgebucht
3. Member-Prices / Cash-Prices
Viele Tankstellen haben zwei Preise:
- Credit Price = teurer
- Cash Price = günstiger
- Club Price = mit Mitgliedskarte (z. B. bei Kroger, Safeway)
Wichtig: Octane Rating (US vs. Europa)
US-Sprit hat andere Bezeichnungen:
- Regular = 87 (Standard)
- Midgrade = 89
- Premium = 91–93
Für Mietwagen immer 87 Regular tanken.
Premium ist reine Geldverschwendung.
Wie du beim Tanken wirklich Geld sparst
1. Niemals an Highways tanken
Highway-Tankstellen sind 20–40 Cent pro Gallone teurer.
→ 2–3 Minuten rein in die Stadt = sofort günstiger.
2. GasBuddy nutzen (die beste App dafür)
Zeigt Preise im Umkreis an, super zuverlässig.
→ Ersparnis meist 20–50 Cent pro Gallone.
3. Große Supermarktketten verwenden
(Walmart, Kroger, Safeway, Costco)
→ Großteils die günstigsten Preise der Region.
4. In Nationalparks NIE tanken
Da zahlst du oft +1 USD pro Gallone Aufpreis.
→ Immer vor Parkeinfahrt vollmachen.
5. Tagespreise beachten
Viele Tankstellen ändern morgens/abends die Preise.
→ Morgens ist meist günstiger.
Typische Benzin-Kosten für Roadtrips
Florida (2 Wochen Roadtrip):
- Midsize SUV
- ca. 1500–2000 km
→ ca. 100–150 USD
Westküste (CA + NV):
- gleiche Strecke
→ 150–250 USD, je nach Kalifornien-Anteil
Südstaaten:
→ meist am günstigsten (80–120 USD)
Benzin ist in den USA nicht mehr überall „billig“, aber mit ein bisschen Planung bleibst du weit unter europäischen Preisen. Apps, große Supermarktketten und der Abstand zu Touri-Hotspots machen den größten Unterschied – und sparen dir pro Reise oft 50–100 USD.
Ob Parken, Maut oder Benzin – viele Kosten auf einem USA-Roadtrip entstehen nicht durch große Posten, sondern durch kleine, ständig wiederkehrende Gebühren. Mit ein bisschen Vorbereitung kannst du die wichtigsten Kostenfallen aber leicht umgehen: clever parken statt Innenstadtpreise zahlen, bewusst entscheiden, ob du Mautstraßen wirklich brauchst, und beim Tanken die typischen Preisfallen meiden. So bleibt dein Roadtrip nicht nur entspannt, sondern auch deutlich günstiger – ohne dass du auf Komfort oder schöne Routen verzichten musst. Am Ende zählt nicht, wie viele Gebühren du zahlst, sondern wie viel Freiheit du unterwegs genießt.
Happy Planning,
Susann
FAQ – Parken, Maut & Benzin in den USA
Kann ich in den USA wirklich überall kostenlos parken?
Nein. In Vororten, Wohngebieten und bei Supermärkten ja – in Innenstädten, an Stränden oder in touristischen Regionen selten. Preise variieren stark je nach Stadt.
Wie erkenne ich, ob ich am Straßenrand parken darf?
Auf die Farbe der Bordsteinkanten achten: Rot = Verbot, Gelb = Ladezone, Grün = zeitlich begrenzt, Blau = Behindertenplatz. Zusätzlich immer die Schilder genau lesen.
Sind Parktickets in den USA teuer?
Ja. In vielen Städten 40–80 USD, in Metropolen auch dreistellig. Zudem wird schnell abgeschleppt, besonders nahe Hydranten oder in Halteverbotszonen.
Brauche ich für einen Roadtrip ein Maut-Paket vom Mietwagenanbieter?
Meistens nicht. Die Pakete sind oft überteuert, da sie pro Tag berechnet werden. Es lohnt sich nur, wenn du täglich Mautstraßen fährst.
Wie kann ich Mautstraßen vermeiden?
Google Maps oder Apple Maps auf „Maut vermeiden“ stellen. In Florida, Texas und Kalifornien gibt es fast immer kostenlose Alternativrouten.
Was mache ich, wenn meine Kreditkarte an der Tankstelle keinen ZIP-Code akzeptiert?
Inside Prepay: Du sagst im Shop den Betrag + Zapfsäule an und bekommst nicht verbrauchtes Geld bar oder rückerstattet.
Welchen Sprit tankt man bei Mietwagen?
Regular 87 – das ist der Standard. Premium lohnt sich nicht und bringt keinen Vorteil für normale Mietwagen.
Sind Benzinpreise wirklich so verschieden?
Ja. In Kalifornien zahlst du oft fast doppelt so viel wie in Texas oder Mississippi. Auch innerhalb einer Stadt schwankt der Preis stark.
Welche App ist die beste zum günstigen Tanken?
GasBuddy. Zeigt zuverlässig die günstigsten Tankstellen im Umkreis an.
Sollte ich im Nationalpark tanken?
Nein. Tankstellen im oder direkt am Park sind oft 1 USD pro Gallone teurer. Immer vor Besuch volltanken.
Gibt es Tankstellen mit zwei Preisen?
Ja. Viele haben einen günstigeren „Cash Price“ und einen teureren „Credit Price“. Bei Cash sparst du meist 5–15 Cent pro Gallone.
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